Unternehmen sicher führen


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Klein- und mittelständische Unternehmen kennzeichnet vielfach eine starke Einbindung der Inhaber und leitenden Mitarbeiter in das Tagesgeschäft. Kaum verwunderlich, dass dabei häufig grundlegende Fragen zur Führung und Steuerung des Unternehmens, zum Finanz- und Rechnungswesen sowie zum Vertrieb zu kurz kommen.

Die Unternehmensführung ist Dreh- und Angelpunkt und damit tägliche Herausforderung in jedem Unternehmen. Führung heißt Planung, Realisierung und Kontrolle von Maßnahmen, die den Unternehmenserfolg ermöglichen, aber auch Überzeugung und Mitnahme der Belegschaft. Für den wirtschaftlichen Einsatz werden in definierten Planungszeiträumen (kurz-, mittel- und langfristig) Probleme und Aufgaben definiert, Ziele gesetzt und Entscheidungen getroffen.

Während der Umsetzung hat die Unternehmensführung die Organisation der Aufgabenbereiche, die Information über alle Kommunikationswege sowie die Personalplanung sicherzustellen. Soll-Ist-Vergleiche geben der Geschäftsführung darüber Aufschluss, ob die eingeleiteten Maßnahmen erfolgreich waren oder strategische Anpassungen vorgenommen werden müssen. Die TSG unterstützt Sie bei der handwerksorientierten Umsetzung in Strukturen, Prozesse und Abläufe.

Fördermittel nutzen
In Nordrhein-Westfalen können Unternehmen für die externen Beratungsleistungen der TSG Zuschüsse in Anspruch nehmen. Die Potentialberatung, ein Angebot des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, fördert bis zu zehn Beratungstage mit 50 Prozent der Nettokosten, maximal jedoch 500 Euro pro Tag. Das Angebot richtet sich an Unternehmen mit mindestens 10 und weniger als 250 Beschäftigten.
NRW-Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten haben die Möglichkeit einer Förderung über das Bundesprogramm unternehmensWert:Mensch (uWM). Unterstützt werden externe Prozessberatungen mit bis zu 80 Prozent Zuschuss. Die Beratung kann maximal 10 Tage umfassen. Pro Beratungstag können 1.000 Euro angesetzt werden.

Außerhalb Nordrhein-Westfalens sind alle TSG-Beratungen von der Größe unabhängig über das Bundesprogramm unternehmensWert:Mensch (uWM) förderfähig. Kleinere Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten erhalten bis zu 80 Prozent Zuschuss zu den Beratungskosten, mittlere Unternehmen mit 10 bis 249 Beschäftigten bis zu 50 Prozent. Die Beratung kann maximal 10 Tage umfassen. Pro Berataungstag können 1.000 Euro angesetzt werden.
 

Den zukünftigen Bestand und Erfolg eines Unternehmens nachhaltig zu sichern, erfordert eine klare strategische Ausrichtung. Sie bildet einen wesentlichen Inhalt und den Rahmen für die Aktivitäten der Unternehmensplanung. Die Grundlagen erarbeiten wir mit der Geschäftsführung im Rahmen von mehreren Besuchen und gemeinsamen Workshops.

  • Festlegen und Beschreiben der vorhandenen Geschäftsfeldern
  • Analyse der Aufträge der beiden vergangenen Jahre im Hinblick auf die Geschäftsfelder und ermitteln folgender Kennwerte
    • Umsatz
    • Umsatz/Produktiver Stunde
    • Wertschöpfung
    • Wertschöpfung/Stunde
  • ABC-Analyse der Kundenanalyse der einzelnen Geschäftsfelder, um besondere Kundenabhängigkeiten herauszuarbeiten

Auf der Basis dieser Analyse in Verbindung mit den Ergebnissen des Betriebsworkshops mit den Mitarbeitern gilt es folgende Festlegung zu treffen:

  • In welchen Geschäftsfeldern will sich der Betrieb weiterentwickeln?
  • Welche Geschäftsfelder sollten mittel- bis langfristig aufgeben werden?
  • In welchen Bereichen ergäbe sich Möglichkeiten von Kooperationen?

Der Businessplan als Planungsinstrument nützt nicht nur dem Gründer bzw. der Gründerin, ein solides und tragfähiges Geschäftskonzept auf die Beine zu stellen, sondern dient auch dazu, dieses Geschäftskonzept effektiv potentiellen Geldgebern wie Banken oder Investoren vorzustellen. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei der Erstellung des Businessplans sorgfältig und professionell vorzugehen und sich an gewisse Formalitäten zu halten. Mit unserer Unterstützung erarbeiten Sie eine Darstellung Ihres Unternehmens, in welchen Märkten es tätig ist und wie es sich in diesen Märkten behaupten will. Das Geschäftskonzept dient der Beurteilung des Betriebes im Hinblick auf seine Bonität und besteht aus folgenden Elementen:

  • Unternehmensbeschreibung (Geschichte, Stärken und Schwächen)
  • Produkt (Produktspektrum, Standortbeschreibung, etc.)
  • Markt und Marketing (Kundengruppen, Wettbewerbssituation, etc.)
  • Management/Organisation (Organisationsstruktur und Zuständigkeiten)
  • Kennzahlen (Bilanzanalyse)
  • Planung (Kapazität, Ergebnis)
  • Chancen und Risiken (Risikobereiche, Risikoabsicherung)

Für die Ermittlung der Angaben zum Geschäftskonzept wird eine Datenerhebung und Befragung des Geschäftsführers vorgenommen und Einbeziehung der verfügbaren Auswertungen des Steuerberaters. Die ermittelten Kennzahlen werden in Bezug zu aktuell verfügbaren Branchendurchschnittswerten gesetzt, um Stärken und Schwächen des Betriebes gezielt herausarbeiten und Verbesserungsmaßnahmen festlegen zu können. Das Konzept wird als Bericht verfasst, der den Banken zur Prüfung vorgelegt werden kann.

Die Einführung von geeigneten Controllinginstrumenten verschafft die notwendige Transparenz für wichtige betriebliche Leistungsbereiche:

  • Kapazität
  • Kosten/Erlöse
  • Darlehen
  • Liquidität

Dazu werden zunächst wesentliche Grunddaten der Belegschaft erfasst und in das Controlling-Tool hinterlegt. Durch Eintragungen der voraussichtlichen Urlaubstage kann für alle Monate eine detaillierte Kapazitätsplanung erfolgen durch die Auswertung der möglichen produktiven Stunden. Durch die Hinterlegung wesentlicher Darlehensdaten ergibt sich eine Übersicht, welche Zahlungen über die einzelnen Monate des Jahres verteilt anfallen.

Das Tool erstellt automatisch für alle Monate eine Planungsvorlage für wesentliche Kosten- und Erlösgruppen. Diese können einfach mit den tatsächlichen Angaben aus der monatlichen BWA verglichen und auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Graphisch wird dies veranschaulicht durch die Gegenüberstellung von Plan/Ist-Werten der Bereiche:

  • Kapazität
  • Kosten/Erlöse
  • Darlehen
  • Liquidität

Durch die Einbindung einiger Bilanzdaten kann das Tool automatisch eine Liquiditätsvorschau für alle Monate des Jahres ermitteln. Dies ist gerade für Banken eine wesentliches Kriterium für die Beurteilung der betriebswirtschaftlichen Kompetenz eines Betriebes.

Zeitmanagement ist der zentrale Baustein zur Kontrolle der betrieblichen Produktivität. Dabei gilt es folgende Punkte zu erarbeiten:

  1. Kalkulationsgrundlagen, Vorgabezeiten
  2. Information der Mitarbeiter
  3. Gewichtung der einzelnen Mitarbeiterzeiten
  4. Festlegen von Zeitkostenstellen
  5. Erfassung der Zeiten
  6. Auswertungsmöglichkeiten

Durch die systematische Auswertung der bisherigen Zeitaufschreibungen können automatisierte Bewertungsansätze abgeleitet werden, um die Detailkalkulation größerer Aufträge nach Kostenstellen deutlich zu erleichtern. Dies dient der Optimierung eines regelmäßigen Projektcontrollings. Vor Ort wird im Betrieb die Möglichkeiten der Umsetzung zu den einzelnen Punkte erhoben und Maßnahmen abgestimmt, in welchen Bereichen noch Verbesserungen umgesetzt werden können. Sofern unterstützende Planungshilfen in Form von Excel-Tabellen, Formularen oder Anweisungen erforderlich sind, werden diese von uns erarbeitet und als Datei dem Betrieb zur Verfügung gestellt.

Durchgeführt wird ein Kommunikationsworkshop mit folgenden Inhalten:

  • Vorstellungsrunde
  • Einführung in das Thema betriebliche Kommunikation
  • Erfassen und Bewerten der Ist-Situation (Ist-Aufnahme)
  • Gemeinsames Erarbeiten von Verbesserungsansätzen
  • Umsetzungsmöglichkeiten

Der Workshop sollte mit allen Mitarbeitern aus der Werkstatt und der Arbeitsvorbereitung durchgeführt werden. Er dient dazu, die Sichtweise der Mitarbeiter in Bezug auf Stärken und Schwächen des Betriebes und zu erfassen und sie mit einzubeziehen, Lösungen für betriebliche Probleme in der Zusammenarbeit zu entwickeln.

Am Ende des Geschäftsjahres wird Bilanz gezogen, werden Bewertungen vorgenommen, Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Das Ergebnis gibt Auskunft über Erfolg oder Misserfolg. Was der Betriebsinhaber daraus gar nicht oder nur sehr bedingt ablesen kann, sind die betriebswirtschaftlichen Stärken und Schwächen seines Unternehmens.
Hier schafft der jährliche Kennzahlenvergleich der TSG GmbH Abhilfe. Er ermöglicht eine verlässliche Einschätzung des Unternehmens im Hinblick auf Produktivität und Rentabilität.
Über eine einfache Erhebung erhalten Betriebe eine systematische Auswertung und damit sehr hilfreiche Orientierung. Als Instrument betriebswirtschaftlichen Controllings bietet Ihnen der Vergleich folgende Vorteile:

  • In prägnanter Form können Sie Stärken und Schwächen Ihres Betriebes nach einem objektiven Schema beurteilen.
  • Aus den Erbenissen lassen sich Prioritäten und Maßnahmen ableiten, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebes zu verbessern.
  • Die regelmäßige Teilnahme an dem Kennzahlenvergleich ermöglicht das Beurteilen der Wirksamkeit von Maßnahmen.
  • Die branchenspezifische Auswertung ermöglicht eine klare Positionierung der eigenen Leistung unabhängig von der spezifischen fertigungstechnischen Ausrichtung.
  • Die Kennzahlen können ideal zur Dokumentation der Bonität des Betriebes herangezogen werden und stärken den Betrieb in seinen Gesprächen mit der Bank, ein optimales Rating herbeizuführen.

Bei der Auswahl der Daten wurde darauf geachtet, dass sie überprüfbar sind und sich dafür eignen, mittelfristige Aussagen auf Basis der jährlichen Bilanz zu ermöglichen. Entscheidend ist, dass die jeweiligen Kennzahlen auch durch Maßnahmen des Unternehmens aktiv beeinflusst werden können.

Ansprechpartner

Helmut Haybach
Dipl.-Ing. (FH) Holztechnik, Dipl.-Ökonom
Unternehmensberater, Projektingenieur

T.   +49 (0)52 61 / 92 14-13
F.   +49 (0)52 61 / 92 14-10
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